Unter Reinheit eines Diamanten wird in der BRD nur die innere Vollkommenheit verstanden (in den USA und in Skandinavien auch die äußere Güte). Eingeschlossene Mineralien, Risse und Wachstumserscheinungen beeinträchtigen die Reinheit.   Sie werden  zusammenfassend als „Einschluss“(inclusion) bezeichnet, früher auch „Fehler“ oder „Kohle“ genannt. Als lupenrein gelten geschliffene Diamanten, die bei zehnfacher Vergrößerung mit einer Lupe keine Einschlüsse erkennen lassen. Die bei noch stärkerer Vergrößerung etwa festgestellten Mängel werden bei der Graduierung nicht berücksichtigt.- Seit 1971 gilt in der BRD folgende Graduierung (RAL 560 A 5 E)  

 

Lupenrein (lr) Internally Ein Diamant darf nur dann als lupenrein bezeichnet werden. wenn er sich unter obiger Voraussetzung als absolut transparent und frei von Einflüssen erweist.
Flawiess
vvs vvs 1 Sehr kleine Einschlüsse, bei 10x Vergrößerung nur schwierig zu erkennen.
vvs 2
Vs vs 1 Sehr kleine Einschlüsse, bei 10x Vergrößerung schwierig zu erkennen.
vs 2
si si 1 Kleine Einschlüsse, bei 10x Vergrößerung leicht zu erkennen, durch das Oberteil nicht mit bloßem Auge sichtbar.
si 2
P I
(Pikee I)
I1 Einschlüsse, die bei 10x Vergrößerung sofort erkennbar sind, aber die Brillanzwirkung nicht beeinträchtigen. Mit bloßem Auge noch gerade durch das Oberteil zu erkennen.
P II
(Pikee II)
I2 Größere und/oder zahlreiche Einschlüsse, die mit bloßem Auge durch das Oberteil gut zu erkennen sind und die Brillanz etwas beeinträchtigen.
P III (Pikee III) I3 Große und/oder zahlreiche Einschlüsse, die mit bloßem Auge sehr leicht zu erkennen sind und die Brillanz deutlich beeinträchtigen.